Die Wanderkapelle in Irfersgrün
Wiederbelebung einer Jakobsroute durch Eigeninitiative


von Rüdiger Schneider

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Einweihung der Jakobskapelle in Irfersgrün
©Foto: Gottfried Pester

Eine schöne Idee zur Wiederbelebung eines Wander- bzw. Pilgerweges hatte Gottfried Pester aus Irfersgrün bei Zwickau. Irfersgrün liegt in etwa auf der Linie der mittelalterlichen Route von Görlitz nach Nürnberg oder auch Bamberg, wo es die 1109 von Bischof Otto fertiggestellte St. Jakobskirche gibt. Irfersgrün selbst hatte in mittelalterlicher Zeit eine sehr schöne Marienkapelle und auch ein Rittergut, so dass der Gedanke nahelag, dass Pilger, die aus dem Osten kamen, auch Irfersgrün besucht hatten. Spuren der mittelalterlichen Jakobusverehrung dürften allerdings auch hier spärlich oder erloschen sein, was wie auch bei anderen Orten an der Bilderstürmerei des 16. Jahrhunderts liegt. Zudem war gerade Zwickau eine „feste Burg der Reformation“. Um den Irfersgrüner Wanderweg auch im Sinne der Jakobusverehrung und des Pilgergedankens wieder ins Bewusstsein zu heben, rief Pester in eigener Initiative eine private Stiftung ins Leben, und mit viel Geduld gegenüber bürokratischen Hindernissen wurde schließlich am Wanderweg eine kleine ökumenische Kapelle gebaut.

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Einweihung der Jakobskapelle in Irfersgrün
©Foto: Gottfried Pester

Diese trägt den Namen des Heiligen Jakobus und wurde im November 2006 von zwei Priestern eingeweiht. Die Kapelle erfreut sich in der Bevölkerung großer Beliebtheit und Akzeptanz und hat auf der Strecke von Irfersgrün nach Waldkirchen den Pilgergedanken wieder aufleben lassen.

botSPOT, 19. Februar 2008

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