Alberto Manguel: Die Bibliothek bei Nacht

von Karin Bucconi


Noch ein wichtiges Buch für Menschen, die Bücher lieben. Schon Manguels letztes Werk „Eine Geschichte des Lesens“ war überaus erfolgreich und spannend zu lesen. Nun hat der Mann, der sein Leben lang Bibliotheken aufgesucht hat, ihnen mit einer schriftlichen Liebeserklärung ein Denkmal gesetzt.

„Die Bibliothek als Mythos“, „Die Bibliothek als Werkstatt“, „Die Bibliothek als Insel“ , „Die Bibliothek als Vergessen“, so oder ähnlich lauten die Überschriften zu den einzelnen Kapiteln des überaus humorvoll und intelligent geschriebenen Buches, das uns Einblick in eine besondere Welt gewährt und einige wunderschöne Bibliotheken kennen lernen lässt.

In seinem Vorwort sagt Manguel:

‘In meiner tollkühnen Jugend, als meine Freunde von Heldentaten in der Justiz und Ingenieurskunst träumten, träumte ich davon, Bibliothekar zu werden. Trägheit und ein übermächtiger Drang zu reisen entschieden es anders. Jetzt mit 56 (laut Dostojewski, im Idioten, „das Alter, in dem das wahre Leben beginnt“), habe ich mich diesem alten Traum wieder zugewandt, und auch wenn ich mich nicht wirklich als Bibliothekar ansehen kann, lebe ich doch zwischen einer ständig zunehmenden Zahl von Regalen, deren Enden mit dem Haus verschmelzen.’

Alberto Manguel: Die Bibliothek bei Nacht, S.Fischer, 19.90 Euro

 

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