Laufabenteuer Patagonien
Nach dem heißen Afrika in die subantarktische Region Südamerikas

von Rüdiger Schneider
Fotos: Josef Kaufmann

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Übernachtet wurde meistens im Zelt.

Ein größerer Kontrast lässt sich kaum denken: Nach dem Lauf durch das heiße Mali begab sich Josef Kaufmann aus Bottrop nun an das kühle ‚Ende der Welt’ nach Patagonien und nach Feuerland. Südlicher ist nur noch der Südpol.

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Gab es in Mali täglich unzählige Kontakte mit den Einheimischen, so ist das jetzt anders. Das Land ist einsam, weit, kaum bewohnt. Trifft man mal einen Indio, so redet er nicht viel oder auch gar nicht. Die Natur überwältigt, macht schweigsam. Die Welt mag hier noch aussehen wie am Anfang der Schöpfung. Gletscher spielen mit dem Himmel und dem Wasser Sinfonien in Weiß und Blau. Die Berge brennen abends in rotem Feuer.

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Der chilenische Teil Patagoniens ist feucht und kühl. Der argentinische Teil, der im Regenschatten der Anden liegt, eher trocken. Steppen prägen die Landschaft. Hier läuft Josef Kaufmann auf unwegsamen Pisten. Menschen begegnet man kaum. Nur den Guanakos, wild lebenden Lamas.

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Die Tagesetappen betragen etwa 30 Kilometer, manche Abschnitte auch über 40. Frühmorgens brechen die Läuferinnen und Läufer auf. Übernachtet wird in Zelten. Ein Verpflegungsbus begleitet die Truppe.

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Startvorbereitungen am Morgen

Josef Kaufmann belegt in der abschließenden Gesamtwertung nach 355 Kilometern einen hervorragenden 16. Platz. Von den insgesamt 36 Teilnehmern war er mit 71 Jahren der älteste. Zurückgekehrt vom patagonischen Marathon legt er zu Hause in Kirchhellen erst einmal eine Woche Pause ein.

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Verpflegungsbus

Als ich ihn aber am Ostermontag besuche, hat er das Training locker wieder aufgenommen und gerade mal 34 Kilometer am Vormittag hinter sich gebracht. Strapaziös war das Steppenabenteuer für ihn nicht, nur kalt. Aber das wusste er ja vorher und war mit Daunenjacke, Polarweste und Pullovern bestens ausgerüstet.

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Besuch bei den Pinguinen

Natürlich wurde nicht nur gelaufen. Es gab auch Transfers mit Bussen oder Schiffen. Besucht wurden subantarktische Inseln, der Nationalpark Torres de Paine und mit Ushuaia die südlichste Stadt der Welt. Bei den Fahrten zu den Pinguin-Kolonien begleiten Delphine das Schiff.

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Reich an Eindrücken, besonders was die grandiose Natur betrifft, kehrt Josef Kaufmann von Buenos Aires zurück. Der nächste Flug ist schon geplant.

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Josef Kaufmann

Im Herbst geht es in die Dominikanische Republik. Das karibische Inselreich wird er dann wie gewohnt als Marathonläufer erkunden.

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botSPOT, 25. März 2008

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