„Was ist uns heilig?“

Schrein der Heiligen Drei Könige
Foto: botSPOT

Diese Frage stellten sich Schülerinnen und Schüler des Religionskurses der Klassen 6b und 6c des Vestischen Gymnasiums. Unter Leitung ihres Lehrers Markus Klein haben sie einige Gegenstände nachgebildet, die religiösen Menschen heilig sind. Besichtigen kann man das im Rahmen einer Ausstellung in der Bibliotheksfiliale Kirchhellen.

Modell einer Moschee
Foto: botSPOT

Da finden sich z.B. Nachbildungen des Turiner Grabtuches, des Fischerringes, des Schreins der Heiligen Drei Könige und noch einiges mehr. Und da Heiligtümer nicht nur auf das Christentum beschränkt sind, ist auch das Modell einer Moschee dabei – mit einem kleinen Verhaltenskatalog, damit man weiß, wie man sich dort respektvoll bewegt. Neben diesen Gegenständen werden auch Bücher vorgestellt, die für die Recherche zum Thema wichtig waren.

Nachbildung des Fischwunders - Berufung der Menschenfischer

Foto: botSPOT

Neben den sozusagen gängigen Heiligtümern bekommt die Ausstellung aber noch einen besonderen Aspekt durch die Frage „Was ist mir selbst denn heilig?“. Dieser Aspekt machte natürlich neugierig, und so wollte botSPOT erfahren, was da auf der Skala ganz oben steht.

persönlich heilig - der Teddybär
Foto: botSPOT

Freunde, Freundinnen, Familie und der Teddybär. Der ist auch ausgestellt, aber selbstverständlich nur als Duplikat. Der echte, auch wenn er schon etwas kaputt ist, wird nicht hergegeben. „Er hat einen Stammplatz auf meinem Schrank und kommt nicht weg“, heißt es.

Das Lob der Freundschaft fällt am deutlichsten aus. Auf der entsprechenden Schautafel ist zu lesen: „Sie sind das heiligste. Ohne sie ist das Leben hässlich und macht keinen Spaß!! Sie trösten einen und spielen, sie machen fast alles mit einem durch. Mit ihnen kann man lachen und tausend Dinge erleben.“

Foto mit Michael Ballak (aufgenommen im Sony-Center, Berlin)

Aber auch der Sport ist vertreten. So kann ein Foto mit Michael Ballak ein persönliches Heiligtum sein. Hier hat der ‚Heilige’ insbesondere auch sportliche Vorbildfunktion. Auch in diesem Fall ist wie beim Teddybär glaubwürdig nur eine Kopie ausgestellt.

Die Ausstellung mit dem kleinen Blick in die jugendliche Seele kann noch bis zum 6. Mai zu den Öffnungszeiten der Bibliotheksfiliale Kirchhellen besichtigt werden. Und sie mag auch darüber hinaus zu der Frage verleiten: „Was würde ich denn ausstellen?“

Öffnungszeiten:
Dienstag 14.30 - 18.00 Uhr
Mittwoch 10.00 - 13.00 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr
Freitag 10.00 - 13.00 Uhr

botSPOT, 30. April 2008

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