Das Josef Albers Museum wird 25 Jahre alt!

 

Foto: botSPOT

Die Stadt Bottrop wird am 29. Juni 2008, um 11 Uhr, mit einem Festakt an die Gründung des Josef Albers Museums im Sommer 1983 erinnern. Den Festvortrag zu Josef Albers mit dem Titel "Der Zauber des Quadrats" hält Professor Gottfried Boehm aus Basel. Zugleich wird auch die Ausstellung 'Farbe, Material, Raum. Donald Judd und Josef Albers' eröffnet.

An der Eröffnung des Hauses von 25 Jahren nahmen auch der damalige amerikanische Vizepräsident George Bush und der damalige deutsche Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl teil, wodurch die Wertschätzung von Albers als Vermittler zwischen der deutschen und der amerikanischen Kultur eindrücklich unterstrichen wurde.
Das Josef Albers Museum verwahrt den weltweit größten öffentlichen Bestand an Werken des Künstlers. Josef Albers, der 1888 in Bottrop geboren wurde, war viele Jahre Lehrer am Bauhaus und emigrierte bereits 1933 mit seiner Frau Anni in die USA. 1939 wurde er amerikanischer Staatsbürger. Er unterrichtete zunächst am Black Mountain College in North Carolina und war später Direktor des Department of Design der Yale University.

Der Westfale Josef Albers, der 1976 starb, wurde in den USA zu einem der wichtigsten Lehrer und Künstler der Zeit nach 1945. Er war ein begeisterter Pädagoge, der in stetem Wechselspiel mit seiner eigenen künstlerischen Entwicklung in der Schulung der Wahrnehmungsfähigkeit von Kunst die kritische Bewusstwerdung des Betrachters als eigentliches Ziel seiner Kunst ansah.
Daran nicht nur zu erinnern, sondern die Grundlagen seiner Kunst lebendig zu erhalten und zu vermitteln ist Aufgabe des Josef Albers Museums. Daher wird am 29. Juni zugleich die Ausstellung "Farbe, Material, Raum - Donald Judd und Josef Albers" eröffnet. Diese Ausstellung ist Bestandteil der Reihe "Albers im Kontext", die Albers als einen Ausgangspunkt und Motor der nachfolgenden künstlerischen Bewegungen in Amerika darstellt.

Ständige Sammlung:
Das Josef Albers Museum verfügt als früheste gegenständliche Arbeiten über Selbstporträts und Landschaftsdarstellungen. Aus der Zeit am Bauhaus stammen Glasarbeiten, Fotomontagen und fotografische Porträts, etwa von Paul Klee und El Lissitzky. Die Zeit des Wechsels von Deutschland nach Amerika wird durch die Serie der „Violinschlüssel“ markiert in der die Farbe erstmals zum bildbestimmenden Mittel wird. Der Wechselwirkung der Farbe widmete Josef Albers sein wichtigstes Buch „Interaction of Color“; in den wechselnden Erscheinungsweisen von Farbe sieht er das bedeutendste Ausdruckselement von Malerei und das relativste. Jede Farbe erscheint wie neu im Kontext anderer Farben.
Ein umfangreiches grafisches Werk, z. B. die „Grafischen Tektoniken“ und „Strukturalen Konstellationen“, entstand nach der Emigration in die USA. Im Bereich der Malerei kann über die so genannten „Kinetics“ und „Variants“ der künstlerische Prozess, der in den 50er Jahren in der Entwicklung der „Ehrungen an das Quadrat“ zum Abschluss kam, verfolgt werden.
Diese quadratischen Bilder werden im zentralen Mittelsaal des Josef Albers Museums in Beziehung gesetzt - eine beeindruckende Serie unterschiedlich großer Werke, die in ebenso vereinfachter wie konzentrierter Form das Wesen von Farbe zur Erscheinung bringt.

botSPOT, 30. April 2008

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